Iboga

Wurzelrinde aus Zentralafrika, die einen Wachstumsfaktor für Nervenzellen anregen könnte. Mit ernsten Risiken für das Herz.

Stand: Oktober 2026

Was ist das?

Iboga (Tabernanthe iboga) ist ein Strauch aus Zentralafrika. Seine Wurzelrinde wird in der Bwiti-Tradition Gabuns seit Jahrhunderten eingesetzt. Der Wirkstoff Ibogain wirkt in hoher Dosis stark bewusstseinsverändernd und wird in einigen Ländern zur Behandlung von Sucht erforscht. Ich habe Iboga nur als Mikrodosis genommen, also in sehr kleiner Menge ohne Rauschwirkung.

Was sagt die Forschung?

In Tierversuchen steigerte Ibogain den Wachstumsfaktor GDNF, der Dopamin-Nervenzellen schützen und stärken kann. Genau diesen Faktor versuchen teure Gentherapien wie AB-1005 per Hirnoperation ins Gehirn zu bringen. Ibogain erhöht außerdem den Wachstumsfaktor BDNF.

Im Januar 2026 erschien die erste Fallbeschreibung bei Parkinson im Journal of Psychedelic Studies (Erny et al.). Eine 52-jährige Patientin bekam 80 Tage lang langsam steigende Dosen Ibogain bis höchstens 75 mg am Tag. Beweglichkeit, Lebensqualität, Erschöpfung und Stimmung verbesserten sich deutlich, schwere Nebenwirkungen gab es nicht, nur der Schlaf wurde schlechter. Mit Tobias Erny von der Universität Zürich stehe ich in Kontakt. Es bleibt aber ein Einzelfall, kontrollierte Studien bei Parkinson gibt es nicht.

Gut belegt ist ein ernstes Risiko: Ibogain kann den Herzrhythmus gefährlich stören, bis hin zu tödlichen Rhythmusstörungen, auch bei Menschen ohne bekannte Herzerkrankung. Fachleute empfehlen die Einnahme nur unter ärztlicher Überwachung mit EKG.

Meine Erfahrung

2023, 2024 und 2025 habe ich jeweils im Januar und Februar in Thailand etwa sechs bis sieben Wochen lang jeden Morgen 0,6 Gramm Wurzelrinde genommen, mit rund 5 Prozent Alkaloidgehalt (etwa 24 mg Ibogain). In der ersten Woche hatte ich weniger Appetit und fühlte mich zeitweise benommen, danach kaum noch. An meinen Parkinson-Symptomen änderte sich nichts, aber ich war entspannter.

Meine Dosis lag deutlich unter der in der Fallbeschreibung, und die langsame Steigerung fehlte. Für einen nächsten Versuch überlege ich, mich an diesem Vorgehen zu orientieren, mit EKG und UPDRS-Messung davor und danach, und nur mit ärztlicher Begleitung.

Rechtliches

Ibogain ist in Deutschland nicht als Arzneimittel zugelassen. Wer Iboga kauft, bekommt ein Produkt ohne Qualitätskontrolle, der Wirkstoffgehalt schwankt stark. In Frankreich und den USA ist es verboten. Die Rechtslage ändert sich immer wieder.

Mein Fazit

Der Ansatz über GDNF gehört für mich zu den überzeugendsten, die ich kenne. Wegen der Herzrisiken rate ich aber niemandem, Iboga ohne ärztliche Begleitung und EKG-Kontrolle auszuprobieren.