Nahrungsergänzungen

Was ich täglich nehme, meine Zielwerte im Blut und ausgewählte Mittel im Detail.

Stand: Oktober 2026

Nahrungsergänzungen

Für die meisten Nahrungsergänzungen gibt es bei Parkinson nur Hinweise aus Labor- und Tierversuchen oder aus kleinen Studien. Große Studien, die eine Wirkung auf den Krankheitsverlauf beweisen, gibt es für kein einziges Präparat. Hochdosiertes Coenzym Q10 und Kreatin haben in großen Parkinson-Studien sogar keinen Nutzen gezeigt. Sinnvoll ist es aber, echte Mängel auszugleichen, zum Beispiel bei Vitamin D, Vitamin B12 oder Omega-3. Und auch bei Vitaminen gibt es ein Zuviel: Vitamin B6 kann in hoher Dosis die Nerven schädigen.

Mein wichtigster Rat: Lass deine Blutwerte prüfen und gleiche echte Mängel gezielt aus. Und sprich alles mit deinem Arzt ab.

Eine große Übersichtsarbeit von 2026 bestätigt das: Ausgewertet wurden 38 Studien, und kein Präparat hat bewiesen, dass es Parkinson aufhält. Am vielversprechendsten sind Pro-, Prä- und Synbiotika, Nicotinamid-Ribosid sowie Omega-3 zusammen mit Vitamin E (Journal of Parkinson's Disease). Für Nicotinamid-Ribosid hat sich das nicht bestätigt: In der großen norwegischen NOPARK-Studie mit 410 Patienten brachte es nach einem Jahr keinen Nutzen, die Werte waren im Mittel sogar leicht schlechter als mit Placebo (mehr unter Forschung 2026). Ich hatte es seit Jahren genommen, zuletzt 300 mg am Tag, und habe es im Oktober 2026 abgesetzt.

Was ich täglich nehme

Stand Oktober 2026. Einige weitere Mittel, die speziell auf meine eigenen Laborwerte abgestimmt sind, führe ich hier nicht auf.

Grundausstattung

Für die Langlebigkeit

Nur phasenweise

Besonders wichtig sind mir Vitamin D3, Omega-3 und Lithium. Coenzym Q10 und Kreatin nehme ich trotz der enttäuschenden Parkinson-Studien weiter, weil sie für die Energie der Zellen und für die Muskeln wichtig sind.

Eine Auswertung von acht Studien von 2025 fand, dass Vitamin D die Beweglichkeit bei Parkinson insgesamt nicht verbessert. Nur die Gehstrecke in sechs Minuten war etwas länger (Frontiers in Nutrition). Ich nehme es trotzdem, um einen Mangel zu vermeiden.

Eine Laborstudie von 2024 fand, dass TUDCA, Coenzym Q10 und Kreatin zusammen Nervenzellen besser schützten als jedes einzeln (Frontiers in Neuroscience). Am Menschen ist das nicht geprüft. Bei Parkinson ist TUDCA am Menschen noch nicht geprüft. Die verwandte Gallensäure UDCA erwies sich 2023 in einer kleinen Studie mit 31 Patienten als sicher. Bei ALS brachte TUDCA in einer großen Studie 2024 keinen Nutzen.

Neu zu Magnesium-L-Threonat (2026): In einer Placebostudie mit 100 Erwachsenen zwischen 18 und 45 Jahren mit schlechtem Schlaf verbesserten 2 g Magnesium-L-Threonat am Tag nach sechs Wochen leicht die Denkleistung und die Reaktionszeit. Der gemessene Schlaf änderte sich nicht (Frontiers in Nutrition). Ich nehme 1 g am Tag. Bei Parkinson ist es nicht untersucht.

Meine Zielwerte im Blut

Diese Werte dienen mir als Orientierung. Sie stammen aus meinen Recherchen und sind teilweise strenger als die üblichen Laborgrenzen. Besprich deine eigenen Zielwerte bitte mit deinem Arzt.

Welches Magnesium?

Eine Kombination aus Citrat und Glycinat ist oft sinnvoll.

Videos zum Thema

Aufwand und Kosten

Die Kosten hängen stark davon ab, wie viel man nimmt, und können sich auf mehrere hundert Euro im Jahr summieren. Die Krankenkassen zahlen nur bei nachgewiesenem Mangel.

Ausgewählte Mittel im Detail