Lithium

Ein Spurenelement, das in niedriger Dosis die Nervenzellen schützen könnte. Ich nehme es seit 2024.

Stand: Oktober 2026

Was ist das?

Lithium ist ein Spurenelement, das in kleinen Mengen natürlich im Trinkwasser und in Lebensmitteln vorkommt. In hoher Dosis ist es seit 1949 ein Medikament gegen bipolare Störungen. Bei Parkinson und Alzheimer interessieren sich Forscher für sehr niedrige Dosen. Als Nahrungsergänzung wird meist Lithiumorotat verwendet.

Was sagt die Forschung?

Lithium greift an mehreren Stellen an, die bei Parkinson eine Rolle spielen: Es hemmt das Enzym GSK-3β, das an Entzündungen und am Absterben von Nervenzellen beteiligt ist, steigert den Wachstumsfaktor BDNF, stabilisiert die Mitochondrien und fördert die Selbstreinigung der Zellen (Autophagie).

Belege für eine Wirkung auf die Symptome oder den Verlauf gibt es bisher nicht.

Meine Erfahrung

Ende August 2024 habe ich mit Lithiumorotat in niedriger Dosis begonnen, zunächst 5 mg, und die Menge über die Zeit gesteigert. Inzwischen nehme ich täglich eine Kapsel mit 20 mg elementarem Lithium (laut Hersteller rund 577 mg Lithiumorotat). Das ist deutlich mehr als die Mikrodosis von etwa 1 mg, die oft für Gesunde genannt wird, aber weit unter den Dosen bei bipolaren Störungen.

Gerade deshalb lasse ich regelmäßig meine Blutwerte kontrollieren, vor allem Nieren und Schilddrüse. Bisher ist alles unauffällig. Mein Lithiumspiegel im Vollblut lag am 7. Oktober 2025 bei 88,8 µg/l (damals 5 mg am Tag), der präventivmedizinische Bereich wird mit 25 bis 350 µg/l angegeben. Auch der Wert von 2026 war unauffällig.

Seit der Einnahme fühle ich mich entspannter. Eine direkte Wirkung auf meine Symptome habe ich nicht bemerkt. Ich nehme Lithium vor allem wegen seiner möglichen schützenden Wirkung auf das Gehirn.

Pionierarbeit leistet hier der Arzt Dr. Michael Nehls, unter anderem mit seinem Buch „Das Lithium-Komplott“. Auf seiner Homepage erklärt er die Hintergründe.

Lithium im Mineralwasser

Lithium lässt sich auch über Mineralwasser aufnehmen. Einige Sorten mit hohem Gehalt (mg pro Liter):

Lithiumspiegel messen

Gemessen wird mit dem Verfahren ICP-MS im EDTA-Vollblut, zum Beispiel bei biovis, beim IMD Berlin (auch als Selbstzahler-Test) oder beim Medizinischen Labor Bremen.

Aufwand und Kosten

Lithiumorotat ist günstig. Achte auf die Angabe auf der Packung: Manche Hersteller nennen das elementare Lithium, andere das Lithiumorotat. Als Faustregel enthalten 100 mg Lithiumorotat nur rund 3,5 mg elementares Lithium. Eine Kapsel mit „5 mg Lithium“ enthält also etwa 143 mg Lithiumorotat. In Deutschland gibt es Lithium in dieser Form nur auf Rezept aus der Apotheke, zum Beispiel nach Dr. Nehls.

Wichtig: In höherer Dosis kann Lithium Nieren und Schilddrüse schädigen und mit anderen Medikamenten gefährlich zusammenwirken, zum Beispiel mit manchen Blutdruck- und Schmerzmitteln.

Mein Fazit

Lithium ist für mich ein spannender Baustein mit Blick auf die Zukunft, die Forschung am Menschen steht aber noch am Anfang. Nimm es nur in Absprache mit einem Arzt, der sich mit niedrig dosiertem Lithium auskennt, und lass deine Blutwerte regelmäßig kontrollieren.