Sport und Bewegung

Mein wichtigstes „Medikament“. Bei keiner anderen Methode ist die Studienlage so eindeutig.

Stand: Oktober 2026

Wenn ich nur eine einzige Empfehlung geben dürfte, wäre es diese: Beweg dich, jeden Tag. Sport steht bei mir nach sechs Jahren an erster Stelle aller Methoden.

Was sagt die Forschung?

Für keine andere Methode auf dieser Homepage ist die Studienlage so gut. Die Cochrane Collaboration, die medizinische Studien unabhängig auswertet, hat 2024 rund 150 kontrollierte Studien mit fast 8.000 Teilnehmern zusammengefasst. Fast alle Formen von Bewegung verbessern die motorischen Symptome spürbar: Tanzen, Gang- und Gleichgewichtstraining, Kraft- und Ausdauertraining, Yoga und Tai-Chi. Keine Sportart war den anderen klar überlegen. Am besten ist also das Training, das einem Freude macht, weil man es dann durchhält.

Ob Sport das Fortschreiten von Parkinson selbst bremst, ist noch nicht endgültig bewiesen. Das untersucht gerade die große amerikanische Studie SPARX3 mit frisch diagnostizierten Patienten ohne Parkinson-Medikamente, die 18 Monate lang viermal pro Woche auf dem Laufband trainieren.

Beim Sport bildet der Körper außerdem das Hormon Irisin, das in Laborstudien die Nervenzellen geschützt hat.

Was ich mache

Seit Sommer 2021 trainiere ich deutlich intensiver. Jeden Tag bin ich mindestens 30 bis 60 Minuten aktiv, oft länger, und fast täglich gehe ich lange spazieren. Inzwischen schaffe ich acht Kilometer am Stück, mein Rekord sind gut zwölf Kilometer an einem Tag.

Meine Videos zum Mitmachen

Diese Videos nutze ich selbst:

Was es mir bringt

Sport verbessert meine Beweglichkeit, meine Stimmung und meine Lebensqualität. Wenn ich einige Tage nicht trainiere, merke ich den Unterschied.

Aufwand und Kosten

Der Aufwand ist Zeit und Disziplin, jeden Tag. Die Kosten sind gering: Gute Übungsprogramme gibt es kostenlos im Internet, für den Anfang reicht eine große, bequeme Matte. Physiotherapie kann bei Parkinson auch der Arzt verschreiben. Ich finde es aber besser, selbst aktiv zu werden.