PQQ (Pyrrolochinolinchinon)
Soll die Zellkraftwerke stärken und die Bildung neuer Mitochondrien anregen. Bei Parkinson bisher nur im Tierversuch untersucht.
Stand: Oktober 2026

Was ist das?
PQQ (Pyrrolochinolinchinon) kommt in kleinen Mengen in Lebensmitteln wie Kiwi, Petersilie, grünem Tee oder Natto vor. Als Nahrungsergänzung wird meist das Salz PQQ-Dinatrium angeboten.
Interessant ist PQQ wegen der Mitochondrien, der Kraftwerke der Zellen. Bei Parkinson arbeiten sie in den Dopamin-Nervenzellen oft schlecht. PQQ soll die Bildung neuer Mitochondrien anregen und schädliche Sauerstoffradikale abfangen.
Was sagt die Forschung?
- Tierversuch, 2020: Chinesische Forscher gaben Mäusen das Nervengift Rotenon, das Parkinson-ähnliche Schäden auslöst. Mit PQQ gingen weniger Dopamin-Nervenzellen verloren, die Tiere bewegten sich besser, und im Gehirn bildeten sich wieder mehr Mitochondrien. Der Weg führte über den Energiesensor AMPK und das Steuereiweiß PGC-1α (Acta Pharmacologica Sinica). Wirksam waren 4 und 20 mg pro Kilogramm Körpergewicht.
- Tierversuch, Mai 2026: Forscher verpackten PQQ zusammen mit einem selbst entwickelten Eiweißbaustein gegen verklumptes Alpha-Synuclein in künstlich veränderte Exosomen, winzige Transportbläschen, die ins Gehirn gelangen. Bei Parkinson-Mäusen verbesserten sich Bewegung und Gedächtnis, und mehr Dopamin-Nervenzellen überlebten (Journal of Nanobiotechnology). Das ist allerdings eine experimentelle Kombination und keine PQQ-Kapsel.
- Menschen: Studien mit Parkinson-Patienten gibt es bis heute nicht. Im Studienregister ClinicalTrials.gov ist auch keine eingetragen (Stand Oktober 2026).
Dosierung und Sicherheit
Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit EFSA hat PQQ-Dinatrium 2017 bis 20 mg am Tag für gesunde Erwachsene als sicher bewertet, nicht aber für Schwangere und Stillende (EFSA). Deshalb enthalten die meisten Präparate 20 mg pro Tagesdosis. Eine wirksame Dosis für Parkinson kennt niemand, und Langzeitdaten am Menschen sind begrenzt.
Meine Erfahrung
PQQ nehme ich zurzeit nicht. Für meine Mitochondrien nehme ich schon Coenzym Q10 und Urolithin A. PQQ würde in eine ähnliche Richtung gehen. Ob die Kombination zusätzlich etwas bringt, ist nicht untersucht.
Mein Fazit
Wissenschaftlich spannend wegen der Mitochondrien, aber bisher reine Laborforschung. Einen bewiesenen Schutz der Dopamin-Nervenzellen sehe ich darin noch nicht.