Mundgesundheit

Mund und Darm sind eng verbunden. Entzündungen im Mund können den ganzen Körper belasten.

Stand: Oktober 2026

Mundgesundheit
Bild: Yasuo Osakabe, U.S. Air Force, Public Domain, Wikimedia Commons

Was sagt die Forschung?

Große Beobachtungsstudien fanden einen Zusammenhang zwischen Parodontitis und einem erhöhten Parkinson-Risiko. Ob das Ursache oder Folge ist, ist unklar. Auch das Kariesbakterium Streptococcus mutans steht unter Verdacht: Forscher aus Südkorea fanden es bei Parkinson-Patienten vermehrt im Darm, und bei Mäusen löste ein Stoff, den es bildet, Parkinson-typische Schäden aus (Nature Communications 2025). Beim Menschen ist das nicht bewiesen (ScienceDaily). Bei Menschen mit Parkinson ist zudem der Entzündungswert RANTES im Blut oft erhöht, und höhere Werte gingen in einer Studie mit einem schwereren Verlauf einher (PMC).

Die verbreitete Annahme, dass wurzelbehandelte Zähne allgemein schädlich sind, ist wissenschaftlich nicht belegt.

Neu (2026): Eine Übersichtsarbeit kommt zu dem Schluss, dass Menschen mit Parkinson häufiger Zahnfleischprobleme haben, meist weil das Zähneputzen schwerer fällt. Dass Parodontitis Parkinson auslöst oder verschlimmert, ist aber nicht bewiesen (Frontiers in Oral Health). Gute Zahnpflege bleibt trotzdem sinnvoll.

Meine Erfahrung

Mitte 2023 und noch einmal 2026 ließ ich einen RANTES-Test machen. RANTES wird mit versteckten Entzündungen im Kiefer in Verbindung gebracht. Der Wert war jeweils unauffällig. Meinen einzigen wurzelbehandelten Zahn habe ich durch ein Keramikimplantat ersetzen lassen, weil ich tote Zähne für eine mögliche Belastung halte.

Mein Fazit

Regelmäßige Zahnpflege und Kontrollen beim Zahnarzt sind einfach und sinnvoll. Bei Verdacht auf versteckte Entzündungen kann ein RANTES-Test Hinweise geben.