Mein Weg und meine Pläne

Was ich mir von der Zukunft erhoffe, von Stammzellen über künstliche Intelligenz bis zu humanoiden Robotern.

Stand: Oktober 2026

Mein Weg und meine Pläne

Meine Strategie war von Anfang an, Zeit zu gewinnen, in der Hoffnung, dass es bald Therapien gibt, die den Parkinson nicht nur lindern, sondern aufhalten. Was folgt, sind meine persönlichen Erwartungen. Es sind keine Gewissheiten, aber sie geben mir Hoffnung. Den aktuellen Stand der Forschung beschreibe ich unter Forschung 2026.

Meine Hoffnung für Parkinson

Ich hoffe, dass es in etwa fünf Jahren Methoden gibt, mit denen sich Parkinson stoppen lässt, und dass Parkinson in zehn bis fünfzehn Jahren heilbar wird. Das ist keine wissenschaftliche Vorhersage, viele Forscher sind deutlich vorsichtiger. Aber diese Hoffnung gibt mir Kraft, jeden Tag so fit wie möglich zu bleiben.

Am schnellsten ginge es, wenn sich ein Medikament, das es längst gibt, als Mittel gegen Parkinson entpuppte, so wie vielleicht Tanganil, Fexofenadin, Doxycyclin, Lithium oder Ambroxol. Ein bekanntes Mittel ist schon am Menschen erprobt und liegt bereits in der Apotheke. Ganz ohne Studien geht es aber nicht: Das Diabetesmittel Exenatid blieb 2025 nach vielversprechenden kleinen Studien in der großen Studie ohne Erfolg.

Und manchmal erlaube ich mir einen großen Traum: Vielleicht bin ich eines Tages einer der ersten Menschen, die seit der Diagnose nie dauerhaft L-Dopa nehmen mussten und am Ende geheilt werden.

Stammzellen

Ich erwarte zwei Entwicklungen. Die Behandlung mit Stammzellen aus dem eigenen Körper wird sich weiter verbessern. Und die im Labor gezüchteten Dopamin-Nervenzellen, die direkt ins Gehirn verpflanzt werden und in Japan seit 2026 zugelassen sind, werden sich durchsetzen. Ich rechne damit, dass bis 2030 rund 1.000 Patienten so behandelt werden. Erst wenn es genug Erfahrung gibt und sich mein Zustand deutlich verschlechtern sollte, würde ich selbst eine solche Behandlung in Betracht ziehen.

Spannend finde ich auch die Forschung von Prof. Dr. Hartmut Geiger von der Universität Ulm, der daran arbeitet, alternde Stammzellen zu verjüngen.

Künstliche Intelligenz und Quantencomputer

Ich bin überzeugt, dass künstliche Intelligenz die Naturwissenschaften in den nächsten Jahren revolutioniert. Schon heute sagt sie die Form von Eiweißen voraus, dafür gab es 2024 den Nobelpreis für Chemie. Ich erwarte, dass KI neue Wirkstoffe in einem Bruchteil der bisherigen Zeit entwirft. Quantencomputer werden das ab etwa 2028 zusätzlich beschleunigen. Auch mein drittes Buch und diese Homepage sind mit Unterstützung von KI entstanden.

Chips im Gehirn und Roboter im Alltag

Neuralink, die Firma von Elon Musk, pflanzt Menschen winzige Chips ins Gehirn, über die sie einen Computer mit ihren Gedanken steuern. Anfang 2026 trugen rund 20 Menschen ein solches Implantat, vor allem Patienten mit Lähmungen. Ich erwarte, dass solche Schnittstellen eines Tages auch bei Parkinson helfen.

Um 2030 erwarte ich bezahlbare humanoide Roboter für den Haushalt. Musk kündigte im Januar 2026 in Davos an, Tesla werde seinen Roboter Optimus wahrscheinlich bis Ende 2027 an Privatleute verkaufen, und nannte ausdrücklich die Pflege älterer Menschen. Für Menschen mit körperlichen Einschränkungen wäre ein Roboter, der beim Anziehen hilft, einkauft, kocht und im Notfall Hilfe ruft, ein enormer Gewinn an Selbstständigkeit.

Wie schnell das gehen könnte, zeigt eine Prognose von Elon Musk: Im Oktober 2024 sagte er voraus, dass es bis 2040 rund zehn Milliarden humanoide Roboter geben werde, mehr als Menschen auf der Erde, zu einem Preis von etwa 20.000 bis 25.000 Dollar pro Stück (Bangkok Post). Der Zukunftsforscher Sven Gábor Jánszky geht in dieselbe Richtung: Er erwartet, dass es künftig mehr humanoide Roboter als Menschen geben wird und dass sie bis 2035 in fast allen Bereichen als Allrounder arbeiten, vom Haushalt über die Pflege bis zur Industrie (OÖ Nachrichten). Ob die Zahlen so eintreffen, weiß niemand. Die Richtung halte ich aber für klar.

Langlebigkeit

Vieles, was ich für meinen Parkinson tue, tue ich auch für ein langes, gesundes Leben. Der Zukunftsforscher Sven Gábor Jánszky sagt sinngemäß: Wer die nächsten zehn Jahre gesund übersteht, wird wahrscheinlich 100 Jahre alt. Wer danach noch einmal 25 bis 30 Jahre schafft, kann 120 werden, und Kinder, die heute geboren werden, vielleicht sogar 150 (KI-Beratung). Ob das eintrifft, kann niemand sagen. Aber die Botschaft ist wichtig: Es lohnt sich, die nächsten Jahre so gesund wie möglich zu überstehen. Jedes Jahr bringt uns näher an Therapien, von denen wir heute nur träumen. Mehr dazu unter Langlebigkeit und Zukunft.

Jánszky stützt sich dabei auf eine Reihe von Technologien, die nach und nach günstiger werden (Akademische Gesellschaft):

Auch ich glaube, dass vor allem die Gentherapie sehr stark kommen wird. Wichtig ist mir aber: Das sind Szenarien eines Zukunftsforschers, keine wissenschaftlich gesicherten Vorhersagen. Wann und ob sie eintreffen, weiß niemand.

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