Artemisia annua
Einjähriger Beifuß, Quelle des Malariamittels Artemisinin. Bei Parkinson nur im Tierversuch untersucht. Ich nehme es nicht mehr.
Stand: Oktober 2026

Was ist das?
Artemisia annua, der Einjährige Beifuß, wird seit Jahrhunderten in der Traditionellen Chinesischen Medizin verwendet. Sein Wirkstoff Artemisinin ist heute Grundlage der wichtigsten Malariamedikamente. Die chinesische Forscherin Tu Youyou erhielt dafür 2015 den Nobelpreis für Medizin.
Was sagt die Forschung?
In einer Studie von Anfang 2024 schützte Artemisinin bei Mäusen die Dopamin-Nervenzellen vor einem Nervengift. Es aktivierte den körpereigenen Schutzweg Nrf2, senkte den oxidativen Stress und verringerte Bewegungsstörungen (Biomedicine & Pharmacotherapy). Studien am Menschen mit Parkinson gibt es nicht.
Wichtig
- In der EU ist Artemisia annua nach der Novel-Food-Verordnung nicht als Lebensmittel zugelassen. Es wird meist als Rohstoff für Kosmetik oder Räucherwerk verkauft, ohne Dosierungsangabe.
- Hochkonzentrierte Formen könnten in hoher Dosis Nerven schädigen.
- Es kann über Leberenzyme mit Medikamenten wechselwirken.
- Bei Beifußallergie, in Schwangerschaft und Stillzeit meiden.
Meine Erfahrung
Ich habe eine Zeit lang zweimal am Tag 0,5 Gramm genommen, als Teil meiner Routine für die Langlebigkeit. Inzwischen nehme ich Artemisia annua nicht mehr. Eine Wirkung auf meine Parkinson-Symptome konnte ich nicht feststellen.
Mein Fazit
Eine faszinierende Heilpflanze, bei Parkinson aber nur im Tierversuch untersucht. Wegen der fehlenden Zulassung und der möglichen Risiken nur mit ärztlicher Begleitung.